In Reiden nahmen am vergangenen Wochenende über 900 junge Geräteturnerinnen an den Jugendmeisterschaften teil. Die Veranstaltung bot spannende Wettkämpfe und zeigte viele junge Talente aus dem ganzen Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden. Die Ausbeute von Gold für Eliane Gaiser, die Silbermedaille von Svenja Loser sowie 15 Auszeichnungen unterstreicht die starke Nachwuchsarbeit beim STV Beromünster.
Um 9:00 Uhr trafen die K1 Turnerinnen freudig in Reiden ein. In aller Ruhe haben sie sich zusammen mit dem Leiterteam vorbereitet. Die Frisuren wurden mit Haarspray fixiert und die Gelenke aufgewärmt. Und dann ging es mit dem letzten Wettkampf der Saison los. Bereits am Sprung konnte Eliane Gaiser dem Publikum einen Vorgeschmack ihres Könnens geben. Auch ihre Teamkolleginnen sind gut in den Wettkampf gestartet und alle zusammen konnten sie an jedem darauffolgenden Gerät zeigen, was sie in den letzten Wochen geübt haben. Besonders am darauffolgenden Gerät, dem Reck, konnte sich die ganze Truppe über konstant gelungene Übungen freuen. Faye Künzle konnte einen Persönlichen Erfolg feiern, da sie durch eine gut umgesetzte Korrektur die Note 9.25 erhielt. Auch ihre Teamkolleginnen haben starke Reckübungen gezeigt und wurden mit Noten über 9.00 belohnt. Bei der Rangverkündigung durften sich alle auf eine Auszeichnung in den Top-50, in einem Teilnehmerfeld von 247 Turnerinnen, freuen. Eliane konnte sich dank eines konstant hervorragenden Wettkampfs, und der tollen Höchstnote von 9.50 an den Ringen, die Goldmedaille umhängen lassen. Danach folgten Valentina Bucher und Emma Müller (beide Rang 8), Leonie Lötscher (Rang 41), Faye Künzle (Rang 46) und Miranda Danylets (Rang 50). Für die Trainerinnen war es besonders schönt mitanzusehen, wie sich die Mädchen gegenseitig füreinander gefreut haben.
In der Kategorie 2 gingen Lara Berger, Elli Brütsch, Lucy Elsener, Nuria Odoni, Annalina Tresch, Elin Sollberger und Amelie Krasniqi motiviert an den Start und stellten sich der Konkurrenz an den verschiedenen Geräten. Die Truppe musste dabei auf ihre Teamkollegin Lya Bannwart verzichten, die verletzungsbedingt nicht am Wettkampf teilnehmen konnte. Da die Turnerinnen erst in der letzten Abteilung am späten Nachmittag im Einsatz standen, war zudem Geduld gefragt. Obwohl die Leistungen in den Trainings vielversprechend gewesen waren, gelang es nicht allen, ihr Können im Wettkampf wie gewünscht abzurufen. Einige Fehler führten dazu, dass die erhofften Spitzenresultate ausblieben. Dennoch gab es auch Grund zur Freude: Lara Berger durfte sich mit einer Auszeichnung und dem 53. Rang belohnen. Für die übrigen Turnerinnen reichte es diesmal zwar nicht für die Auszeichnungsränge, sie zeigten aber viel Einsatz und sammelten wertvolle Wettkampferfahrungen. Mit den Erfahrungen aus diesem Wettkampf und den guten Trainingsleistungen im Rücken blicken sie zuversichtlich auf die Herausforderungen im kommenden Jahr.
Starke Teamleistung der K3-Turnerinnen
In der Kategorie K3 gingen am vergangenen Sonntag sieben Turnerinnen des STV Beromünster an den Start. Besonders überzeugen konnte Svenja Loser mit einer herausragenden Leistung. Trotz eines Fehlers am Reck liess sie sich nicht aus dem Konzept bringen und zeigte an den übrigen Geräten starte Übungen. Mit einer Gesamtpunktzahl von 37,25 Punkten sicherte sie sich den ausgezeichneten 2. Rang und durfte die Silbermedaille entgegennehmen. Sie erzielte einen beeindruckenden Gerätenotendurchschnitt von 9,30 und erreichte am Boden mit 9,65 sogar die Tagesbestnote ihrer Kategorie. Ebenfalls starke Wettkämpfe zeigten Lia Bartl (10.) und Erin Röthlisberger (11.). Die beiden Turnerinnen lagen in der Schlussrangliste mit lediglich 0,05 Punkte unterschied eng beieinander. Durch ihre überzeugenden Leistungen durften beide eine Auszeichnung entgegennehmen. Lia zeigte am Sprung eine glänzende Leistung und erzielte die Note 9,25, was die fünftbeste Wertung des Tages war. Auch Erin setzte an den Ringen ein Ausrufezeichen und erreichte mit 9,55 Punkten die viertbeste Ringnote aller Turnerinnen in ihrer Kategorie. Camilla Hanschur und Lia Stirnimann präsentierten sich ebenfalls in guter Form und klassierten sich beide auf dem 15. Rang. Mit einem Gerätenotendurchschnitt von 9,10 Punkten zeigten auch sie einen gelungenen Wettkampf. Lia musste dabei einen Sturz an den Ringen in Kauf nehmen, bewies jedoch Kampfgeist und erreichte dennoch den 15. Rang. Flurina Hüberli durfte sich über den 27. Rang und eine verdiente Auszeichnung freuen. In der Kategorie 3 waren insgesamt 222 Turnerinnen am Start. Leyna Dos Santos belegte den 171. Rang und konnte dabei wertvolle Wettkampferfahrung sammeln, die ihr für die kommenden Wettkämpfe zusätzliche Motivation und Sicherheit geben wird. Die Turnerinnen haben einen genialen Teamgeist. Sie unterstützen sich einander während des gesamten Wettkampfes und freuen sich gemeinsam über die Erfolge jeder Einzelnen.
Solide Leistungen in der Kategorie 4
In der Kategorie 4 gingen 6 Turnerinnen an den Start und stellten sich der Konkurrenz von 206 Turnerinnen in ihrer Kategorie. Am erfolgreichsten klassierte sich Mila Röthlisberger, die mit einer Gesamtpunktzahl von 36.20 den 13. Rang erreichte. Besonders am Boden überzeugte sie mit der zweitbesten Note ihrer Kategorie und durfte sich verdient über eine Auszeichnung freuen. Ebenfalls eine Auszeichnung sicherte sich Ilona Erni, die trotz eines Sturzes beim Abgang an den Ringen eine hervorragende Leistung zeigte. Mit der drittbesten Bodennote ihrer Kategorie bewies sie ihr Können und klassierte sich auf dem 34. Rang. Lediglich 0.10 Punkte hinter Ilona wurde schon Mona Erni (39.) aufgerufen, welche strahlend die Auszeichnung entgegennehmen durfte. Lou Brütsch zeigte einen soliden Wettkampf und erreichte den 41. Rang. Besonders erfreulich ist ihre Leistung auch deshalb, weil sie zuvor längere Zeit im Ausland verbracht hatte und sich nach ihrer Rückkehr in der kurzer Vorbereitungszeit wieder gut an das Wettkampfniveau herantasten konnte. Nela Elsener belegte den 94. Rang und verpasste eine Auszeichnung knapp. Rahel Dörig klassierte sich auf dem 104. Rang. Sie zeigte insbesondere an den Ringen eine schwierige Übung mit Salto-Abgang, musste dabei jedoch einen Sturz in Kauf nehmen. Besonders am Sprung wurde sehr streng bewertet, was sich in den Noten deutlich widerspiegelte. Insgesamt zeigte sich, dass in dieser Kategorie bereits auf einem hohen Niveau geturnt wird und kleine Fehler schnell Auswirkungen auf die Rangierungen haben.
Angela Günther und Emilie Bregenzer

