Männerriege Reise

Man wird nicht jünger und Massenschläge für die Übernachtung auf der Männerriege Reise sind bereits seit Jahren passé. Dass es aber dann so komfortabel wird wie im Alphotel Biel-Kienzig war dann doch eine Überraschung. Bevor sich die 26 Männerriegler aber im wunderbar gelegenen und neu renovierten Hotel erholen konnten, war der Schächentaler Höhenweg auf dem Programm. Bei nicht ganz idealem Wetter mit immer wiederkehrenden Schauern wurde der 4-stündige Marsch vom Klausenpass unter die Füsse genommen. Währenddessen die nicht mehr ganz so fitten Männer sich mit der Luftseilbahn nach Ruoggig ziehen liessen und das Reiseziel von der anderen Seite her anstrebten. Im Bergrestaurant Edelweiss konnten bei einem Hüttenkaffee die ersten Gänge beim Eidg. Schwing- und Älplerfest mitverfolgt, und bereits Prognosen zum zukünftigen Schwingerkönig abgegeben werden. Nach der Mittagsrast an einer gedeckten Grillstelle führte der Orchideenweg die kleinere Gruppe dann ins Alphotel, wo auf die etwas durchnässte Gruppe vom Klausenpass gewartet wurde. Nachdem die letzten Paarungen vom Schwingfest ennet dem Pass am Fernsehen bei einem kühlen Bier verfolgt wurden, erwartete die hungrigen Wanderer ein feines 3-Gangmenu. Anstelle einer Talfahrt mit der zum Hotel führenden Luftseilbahn für den Ausgang, wurde dann ein Jass geklopft oder über Gott und die Welt diskutiert, bevor man sich in die wirklich sehr modernen und schönen Zimmer, die ausschliesslich Talsicht boten, zurückzog. Welch ein Aufwachen am Sonntagmorgen! Die Wolken waren weggewischt und die gegenüberliegenden Gipfel glänzten bereits im morgendlichen Sonnenstrahl. Nach dem feinen Frühstück und dem obligaten Gruppenfoto auf der Terrasse führte ein schöner breiter Wanderweg die ganze Gruppe an den Fleschsee. Bergpanorama in der klaren Herbstschärfe nach allen Seiten. Sogar der Sempachersee war zu sehen. Gipfelwein auf der Hüenderegg unter dem Gipfelkreuz, oder ein Schwingerkafi im Fleschkiosk wurden genossen, bis es dann auf den Abstieg in das 400 Meter tiefer gelegene Eggberge ging. Abwechslungsreich über Kreten, durch Wälder und über Wiesen, mit immer neuen Panoramen gelangten die Wanderer in mehreren Gruppen schliesslich alle zur Gondelbahn, mit welcher die restlichen steilen 1000 Höhenmeter nach Flüelen überwunden wurden. Bei einem Bier oder einer Glace wurde die Riviera bei Flüelen genossen, bevor die Reise mit Zug und Bahn wieder zurück nach Beromünster führte, wo die Männer dann zeitgleich mit dem Schlussgang vom Schwingfest eintrafen. So war für die Turner das Wochenende sicher ebenso erlebnisreich, gesellig, sportlich und eben genau so lang wie der Wettkampf am Schwingfest in Mollis. Herzlichen Dank an die Organisatoren Hans Nyffeler, Hans Erni und Sepp Scherer, die den Kameraden ein wunderschönes Erlebnis ermöglichten.